Da Aquarell Bilder im Vergleich zu vielen anderen Kunstformen relativ rasch gemalt werden können, ist die Aquarellmalerei besonders gut für ungeduldige Menschen geeignet. Schließlich motiviert es in der Regel ungemein, wenn schon nach relativ kurzer Zeit beeindruckende Ergebnisse sichtbar werden. Bei der Aquarellmalerei für Anfänger kannst du ohne umfangreiche Vorkenntnisse mit wenigen Materialien und Zubehörteilen direkt mit der künstlerischen Arbeit beginnen. Außerdem trocknen die fertigen Bilder beim Aquarell malen angenehm schnell.

 

 

 

 

Was versteht man eigentlich genau unter Aquarellmalerei?

Der Ausdruck Aquarell ist vom lateinischen Wort «Aqua» abgeleitet, welches übersetzt «Wasser» bedeutet. Allerdings wird beim Aquarelle malen natürlich nicht nur mit reinem Wasser gemalt. Zusätzlich zum Wasser brauchst du spezielle Aquarellmalfarbe. Diese lasierende Farbe besteht aus feinen Farbpigmenten und einem geeigneten Bindemittel. Für den Einsatz beim Malen von Aquarell Bildern wird die Aquarellfarbe unterschiedlich stark mit Wasser verdünnt. Dann kann sie mit einem Pinsel auf den jeweiligen Maluntergrund aufgetragen werden. Dafür findet meistens spezielles Aquarell-Papier Verwendung. Während bei der Ölmalerei oder der Acrylmalerei der Malgrund in der Regel komplett abgedeckt wird, bleibt dieser bei der Aquarellmalerei sichtbar. Wenn du das Aquarell malen lernen willst, wirst du sehr bald feststellen, dass sich mit dem Spiel der Gegensätze zwischen dem Malgrund und unterschiedlichen Farbtönen neben- und übereinander interessante Effekte erzielen lassen. Weitere übliche Bezeichnungen für geeignete Aquarellfarben sind Watercolor oder Wasserfarben.

 

aquarell landschaft

 

 

Besondere Merkmale und Eigenschaften von Aquarellfarben

Aquarellfarben bestehen aus Farbpigmenten, die mit einem oder manchmal auch mehreren verschiedenen Bindemitteln vermischt werden. Als Bindemittel wird sehr häufig Gummi Arabicum verwendet, dieser Stoff ist nämlich wasserlöslich und außerdem selbst fast durchsichtig. Da Aquarellfarben darüber hinaus nicht gestreckt, sondern grundsätzlich in purer Form verarbeitet werden, entfalten sie auf dem Maluntergrund die besondere Leuchtkraft, die für die Aquarellmalerei als typisch erachtet wird. Da sich Aquarellfarben unkompliziert miteinander vermischen lassen, kannst du grundsätzlich eigentlich alle erdenklichen Farben selbst aus den drei Grundfarben Rot, Gelb und Blau anmischen. Es spart aber natürlich viel Zeit und Mühe, wenn du dir trotzdem einen größeren Malkasten mit einer gewissen Bandbreite an bereits fertig gemischten Farben zulegst.

Im Gegensatz zu anderen Maltechniken gibt es bei der Aquarellmalerei keine weiße Farbe. Es erfordert also eine besondere Maltechnik, wenn du weiße Stellen in deinen Bildern verwirklichen willst. Bei der sogenannten «Negativtechnik» wird es dir mit etwas Übung zunehmend leichter fallen, weiße Stellen durch das Aussparen bestimmter Stellen auf dem weißen Papier zu realisieren.

Die besonders vorteilhaften Eigenschaften von Aquarellfarben sind deren besondere Farbintensität und Leuchtkraft. Darüber hinaus wissen es aber auch viele Künstler zu schätzen, dass Aquarell Bilder eine vergleichsweise kurze Trocknungszeit haben. Da sich die erforderliche Maltechnik relativ unkompliziert erlernen lässt, ist die Aquarellmalerei für Anfänger gut geeignet. Die Grundlagen dafür wirst du vermutlich ohnehin bereits erlernt haben, wenn du während deiner Schulzeit irgendwann einmal mit Wasserfarben gemalt hast. Wichtig ist aber die Erkenntnis, dass nach dem erfolgten Auftragen von Aquarellfarben so gut wie keine Korrekturen mehr möglich sind. Das macht es umso wichtiger, dass jeder Pinselstrich wohlüberlegt und an der richtigen Stelle erfolgt.

 

 

Aquarelle malen: diese Materialien brauchst du dafür

Wenn du ein Aquarell Bild malen willst, brauchst du dafür nicht sehr viele Materialien. Es macht aber durchaus Sinn, bei der Auswahl des Zubehörs auf möglichst hochwertige Produkte zurückzugreifen. Das gilt besonders für die verwendeten Pinsel. Du kannst dir damit selbst so Einiges an Frustration ersparen und sorgst dafür, dass deine Kreativität im Malprozess wirklich ungestört fließen kann.

 

 

So wählst du die richtige Aquarellfarbe aus

Im Fachhandel für den Künstlerbedarf gibt es mittlerweile eine schier unüberblickbare Auswahl an verschiedenen Aquarellfarben. Wie empfehlen dir die Verwendung eines Aquarell Malkastens, in dem die Farben alle zusammen verstaut werden können und der sich somit für eine übersichtliche Aufbewahrung und Verwendung sehr gut eignet. Bei der Aquarellmalerei für Anfänger können auch erst einmal relativ günstige Wasserfarben verwendet werden, da diese meist auch eine ganz gute Farbdichte bieten. Wenn du aber mit dem Aquarell malen lernen schon etwas weiter bist, solltest du nach Möglichkeit auch eher hochwertige Aquarellfarben verwenden. Nur solche Farben können deine Aquarell Bilder in wirklich leuchtenden Farben mit intensiver Ausdruckskraft erstrahlen lassen.

Natürlich bleibt es völlig dir selbst überlassen, ob du lieber mit einem Aquarellkasten arbeitest oder doch eher mit Farben aus der Tube. Grundsätzlich kannst du dir das Farbspektrum der von dir bevorzugt verwendeten Farben in jedem Fall nach eigenen Vorlieben zusammenstellen. Sowohl die in den Tuben angebotenen Farben als auch die sogenannten Näpfchenfarben für den Aquarellkasten werden von den meisten Herstellern nicht nur in Sets, sondern auch einzeln angeboten.

In der Regel können viele Aquarellkästen und Farbtuben in unterschiedlichen Qualitätsabstufungen gekauft werden. Analog zum Malen mit Acrylfarben lässt sich auch bei den angebotenen Wasserfarben eine Unterscheidung zwischen den günstigeren Farben für Einsteiger und den etwas teureren Farben für fortgeschrittene Künstler beobachten.

aquarell farbkasten

Die für handwerklich schon etwas fortgeschrittene Künstler empfohlenen Künstlerfarben weisen meistens nicht nur eine etwas höhere Pigmentierung auf, sondern sind zusätzlich in der Regel auch in einem breiteren Farbspektrum zu bekommen. Die auch von Schülern häufig verwendeten Einsteigerfarben weisen dagegen einen höheren Bindemittelanteil auf, da das Bindemittel für die Hersteller günstiger zu erzeugen ist als der jeweilige Pigmentanteil.

Wenn Farben gezielt für die Verwendung durch Anfänger oder Schüler beworben werden, so können diese auch ohne Probleme bei der Aquarellmalerei für Anfänger benutzt werden. Diese sind nicht zuletzt meistens deutlich günstiger zu bekommen als die für Fortgeschrittene angebotenen Aquarellfarben. Wenn du aber auch als Einsteiger lieber gleich etwas tiefer in die Tasche greifen möchtest, um dafür entsprechend hochwertige Farben zu bekommen, ist auch dagegen nichts einzuwenden. Du profitierst dann sofort von der kräftigeren und auch etwas beständigeren Farbe. Mitunter kann es sogar vorkommen, dass sich die hochwertigere Aquarellfarbe über die reine Farbqualität hinaus auch etwas unkomplizierter und exakter verarbeiten lässt.

 

Schmincke Akademie Aquarellfarben – bewährte Produkte mit Tradition

Wenn man den Aussagen vieler erfahrener Verwender Glauben schenken will, so dürften die Schmincke Akademie Aquarellfarben wohl sicher mit zu den besten in Deutschland hergestellten Aquarellfarben zählen. Diese äußerst hochwertigen Farben werden schon seit vielen Jahren «made in Germany» produziert und konnten sich im Laufe der Jahre einen durchaus unangefochtenen Status als absolutes Premiumprodukt erkämpfen.

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Der hervorragende Ruf der Aquarellfarben gründet nicht zuletzt auf einer beeindruckenden Verarbeitungsqualität und Pigmentierung, sowie der auf dem Malgrund letztendlich möglichen Leuchtkraft. Bei den Sets von Schmincke werden halbe und ganze Näpfchen auf speziellen Schienen in Position gebracht. Dieses Alleinstellungsmerkmal ermöglicht es dir, jeweils zwei halbe Näpfchen statt einem ganzen Näpfchen in deinem Aquarellkasten aufzubewahren. So kannst du mit der Zeit den Farbkasten ganz an deine individuellen Bedürfnisse anpassen. Wenn du manche Farben besonders oft verwendest, solltest du davon einen ganzen Napf in den Kasten geben. Seltener benötigte Farben können dagegen in der reduzierten Menge eines halben Näpfchens in deine persönliche Auswahl aufgenommen werden. Insgesamt finden so mehr unterschiedliche Farben in einem einzelnen Aquarellkasten ihren Platz. Die Schmincke Akademie Aquarellfarben erlauben es dir also, deinen Malkasten wirklich optimal mit Farben zu bestücken.

aquarell malen lernen

Für den Anfang ist es vielleicht ganz gut, einen Schmincke Malkasten mit halben Näpfchen für das Aquarelle malen zu verwenden. So hast du zunächst einmal eine möglichst große Bandbreite an unterschiedlichen Farben zur Auswahl. Später kannst du dann mit wachsender Erfahrung die Näpfchen ganz individuell nach deinem jeweiligen Farbverbrauch nachfüllen. Damit du gleich einen eher individuellen Weg einschlagen kannst, bietet das Unternehmen Schmincke auch Malkästen mit einer leeren Leiste neben der vollen Leiste an. Die leere Leiste kannst du direkt mit den von dir persönlich zusammengestellten Farben bestücken und so deinen kreativen Vorlieben bei der Farbauswahl Ausdruck verleihen.

Da die Schmincke Akademie Aquarellfarben hohen Qualitätsansprüchen genügen, ist auch ihr Preis eher im gehobenen Segment zu verorten. Allerdings würden wir dir diese in Deutschland produzierten Aquarellfarben trotzdem empfehlen, wenn du dich schon eine gewisse Zeit lang mit dem Aquarelle malen beschäftigst. Du wirst dann schnell selbst feststellen, dass du mit Farben dieser Qualitätsstufe die kreativen und künstlerischen Möglichkeiten der Aquarellmalerei noch besser ausschöpfen kannst.

 

 

Wofür verwendet man Aquarellstifte?

Aquarellstifte sind sehr praktisch, wenn du das künstlerische Ergebnis feiner Pinselstriche mit der Strichgenauigkeit und dem handwerklichen Komfort eines herkömmlichen Buntstiftes vereinen willst. Die Besonderheit von Aquarellstiften liegt darin, dass man damit äußerst feine Linien malen und so noch detailreichere Akzente in einem Aquarellbild verwirklichen kann. In unserer separaten «Aquarellstift Anleitung» findest du in übersichtlicher Form viele nützliche Tipps zur Anwendung von Aquarellstiften mittels besonderer Techniken.

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Was verbirgt sich hinter «Brush Pen» oder «Aquarell Pinselstift»?

Wenn zu deinen Utensilien für die Aquarellmalerei auch Pinselstifte gehören, kann dies eine gute Ergänzung zur Basisausstattung darstellen. Mit einem sogenannten Aquarell Brush Pen kannst die die Farben direkt mit hoher Genauigkeit auf den jeweiligen Maluntergrund auftragen. Das Prinzip lässt sich am ehesten so beschreiben, als wäre ein Filzstift an der Spitze mit einem Pinsel ausgestattet. Mit einem Brush Pen kannst du Linien und besondere Farbakzente sehr rasch zeichnend auf das Papier bringen. Anschließend kannst du die gezeichneten Konturen noch zu einem gewissen Grad mit Wasser verändern.

 

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So wählst du die richtigen Pinsel für die Aquarellmalerei aus

Da es sich bei den Pinseln um das Hauptwerkzeug für das Malen deiner Aquarelle handelt, solltest du für das Malen hochwertiger Aquarell Bilder möglichst hochwertige Pinsel verwenden. Die Auswahl der richtigen Pinsel entscheidet nämlich letztendlich nicht nur über die Qualität des Endergebnisses, sondern auch über den Spaßfaktor und die Motivation beim Malen. Rotmarder Pinsel haben sich für diesen Zweck absolut bewährt, da sie mit ihrem Feinheitsgrad ein sehr genaues Malen erlauben. Darüber hinaus können diese hochwertigen Pinsel aber auch viel Farbe und Wasser aufnehmen.

Natürlich sollten hochwertige Pinsel auch entsprechend lange halten. Um dies sicher zu stellen, brauchen deine Pinsel aber auch die richtige Pflege. Um die Pinsel möglichst gut sauber zu halten, werden sie nach jeder Verwendung zunächst einmal zeitnah mit lauwarmem Wasser ausgewaschen. Dabei kann es in der Regel zur Schaumbildung kommen. Dann werden die Pinsel noch einmal mit sauberem, klarem Wasser nachgespült, das nicht zu heiß sein darf. Zum Trocknen werden hochwertige Pinsel im Optimalfall kopfüber in einen Becher oder ein Glas gestellt. Dies verhindert, dass die feinen Pinselhaare brechen.

 

aquarell pinsel

Für das Malen professioneller Aquarelle legen wir dir die folgende Grundausstattung an geeigneten Pinseln ans Herz:

  • mit einem kleinen Rundpinsel kannst du kleine Details gut in Szene setzen
  • ein mittlerer Rundpinsel eignet sich für das Setzen scharfer Linien, Punkte und Umrisse sowie für das Zeichnen breiterer Striche
  • mit einem mittelgroßen Flachpinsel kannst du kräftige Linien ziehen und gleichmäßige Lavierungen umsetzen
  • mit einem Verwaschpinsel (manchmal auch Flachwaschbürste genannt) können aufgrund der hohen Saugfähigkeit der Pinselhaare Farbflächen verwaschen und Korrekturen vorgenommen werden

 

 

Tipps für die Auswahl von geeignetem Aquarell Papier

Es kann durchaus sehr große Auswirkungen auf das Ergebnis deiner Aquarellmalerei haben, welches Papier du für das Malen der Aquarelle verwendest. Da sich dünnes Papier aufgrund des Wasseranteils der Farben leider sehr schnell in Wellen schlägt, solltest du für Aquarell Bilder möglichst starkes Papier verwenden. Die Wellen von dünnem Papier können sich zwar später zum Teil wieder glätten, sie sorgen aber zunächst für eine Pfützenbildung der Farben und dadurch auch zu einer ungleichmäßigen Farbintensität. Wir empfehlen dir Papier mit einer Stärke von mindestens 200 bis 300 Gramm Gewicht pro Quadratmeter, wenn du ein Aquarell malen willst. Es gibt im Fachhandel auch speziell rundum verleimte Aquarellblöcke, bei denen die jeweils folgenden Blätter vor versehentlichem Farbauftrag geschützt sind. Der Vorteil dieser Blöcke liegt aber auch darin, dass dir das Papier beim Malen anspruchsvoller Aquarelle nicht so leicht verrutschen kann.

 

Wenn du dich erst kurze Zeit mit der Aquarellmalerei für Anfänger beschäftigst, kannst du auch relativ preiswerte Papiersorten mit einer halbwegs passablen Qualität verwenden. Es wäre vielleicht Verschwendung, wenn du für erste Versuche gleich die teuersten Papiermarken verwendest. Sobald du aber dann erste Erfahrungen mit Aquarell Bildern gesammelt hast, kann es durchaus spannend sein, mit unterschiedlichen Untergründen und letztlich auch mit hochwertigem Papier zu experimentieren.

Wenn du die Schaffung eines besonders zeitintensiven Kunstwerks geplant hast, solltest du auf jeden Fall eine Papiersorte mit außergewöhnlicher Qualität für dein Projekt verwenden. Um dieser besonderen Kategorie zu entsprechen, muss das verwendete Papier ein Eigengewicht von etwa 300 g/m² aufweisen, säurefrei sein und aus Baumwolle bestehen. Es hängt von dem jeweiligen Malstil und dem geplanten Motiv ab, wie die Oberfläche des verwendeten Papiers beschaffen sein sollte. Für besonders wichtige Aquarell Bilder sollte man keine Malblöcke benutzen, da sich die einzelnen Blätter aus diesen später mitunter relativ schwer herauslösen lassen.

Du kannst deine Technik für das Malen professioneller Aquarelle am meisten verbessern, wenn du mit unterschiedlichen Maluntergründen experimentierst und so ganz einfach praktische Erfahrungen sammelst. Langsam kannst du so ein immer besseres Gefühl für deinen individuellen Malstil und dessen Ansprüche an das verwendete Papier entwickeln. So kannst du irgendwann dann sehr zielgenau das perfekt passende Aquarellpapier für deine Aquarell Bilder kaufen.

aquarell papier

 

Unsere Produktempfehlung für dich: das Willingood Aquarellpapier

Beim Willingood Aquarellpapier handelt es sich um ein relativ gutes Papier in Studienqualität, das zu einem vernünftigen Preis zu bekommen ist. So kostet beispielsweise ein 30 Blatt umfassender A3-Block dieser Papiersorte mit einer Papierstärke von 300 g/m² in mittelgrober Körnung etwa 17,50 €.

Du kannst dieses Aquarellpapier sowohl mit rauer als auch mit glatter Oberfläche bekommen. Die Oberflächenbeschaffenheit folgt bei diesen Papierbögen einer festen Grundregel: Die Vorderseite präsentiert sich stets mit einer mittelkörnigen Textur, die sich grundsätzlich für alle Aquarelltechniken eignet. Die Rückseite der Papierblätter ist dagegen stets glatt ausgeführt, sodass beste Voraussetzungen für das Brush Lettering oder das Handlettering gegeben sind. Das Willingood Aquarellpapier ist absolut frei von Chlor und Säuren, wird kaltgepresst und ist gut alterungsbeständig. Darüber hinaus besteht es aus 100% reiner Baumwolle, ist pH-neutral und wird ohne jegliche optische Aufheller hergestellt.

Das Willingood Aquarellpapier sollte auf jeden Fall zu deiner engeren Auswahl zählen, wenn du auf der Suche nach einem gut für die Aquarellmalerei für Anfänger geeigneten Papier mit soliden Produkteigenschaften und einem relativ günstigen Preis bist.

 

 

Zubehör und nützliche Hilfsmittel für die Aquarellmalerei

 

Die Vorteile einer Farbpalette

Auf einer Farbpalette kann einerseits die vorbereitete Aquarellfarbe mit Wasser vermischt werden. Es können auf einer Farbpalette aber auch unterschiedliche Farbtöne miteinander vermischt werden. Es muss sich dabei auch nicht unbedingt um eine Malerpalette aus dem Fachhandel handeln. Du kannst alternativ auch problemlos eine Keramikfliese, einen weißen Teller oder eine kleine Kunststoffplatte nutzen. Allerdings bietet eine professionelle Farbpalette den Vorteil, dass sie in der Regel bereits mit sechs oder acht Vertiefungen für die ja doch durchaus fließfähigen Farben ausgestattet ist. Zusätzlich ist in der Regel auch eine flache Stelle für das Mischen der Farben vorhanden. Diese sollte möglichst groß genug für mehrere Farbmischungen nebeneinander sein.

Bei der Malerei mit Öl- und Acrylfarben kann auch ein Kartonstreifen als Ersatz für eine hochwertige Farbpalette genutzt werden. Dies ist aber bei der Aquarellmalerei etwas problematisch, da die wasserhaltige Farbe schnell in das Kartonmaterial einziehen kann. Im Zweifelsfall solltest Du daher lieber ein paar Euro in den Kauf einer professionellen Farbpalette investieren, um damit wirklich professionell arbeiten zu können.

aquarell malen

 

Mit einer Zahnbürste oder einem Naturschwamm faszinierende Effekte verwirklichen

So mancher Haushaltsgegenstand lässt sich mit etwas kreativer Inspiration unkompliziert zum kreativen Hilfsmittel für das Malen effektvoller Aquarelle umfunktionieren. So kann zum Beispiel eine alte Zahnbürste dafür genutzt werden, feine Farbsprenkel auf den Maluntergrund aufzutragen. Mit einem Naturschwamm lässt sich dagegen das Blattwerk von Sträuchern und Baumkronen schnell und beeindruckend natürlich auf den Maluntergrund zaubern.

 

Mehrere Wassergläser sollten am Arbeitsplatz bereit stehen

Bei der Aquarellmalerei sollten immer auch mehrere gefüllte Wassergläser an deinem Arbeitsplatz bereit stehen. Eines davon dient als Reservoir für sauberes, klares Wasser, welches für das Benetzen des Maluntergrunds und für das Anmischen der Farben verwendet wird. Du brauchst aber noch mindestens ein weiteres Glas, um darin deine verschiedenen Pinsel säubern zu können.

 

Abtupfmaterial: Papier- und Stofftücher

Es ist grundsätzlich sinnvoll, stets ein weiches Baumwolltuch in der Nähe bereit liegen zu haben, mit dem du überschüssige Farbe oder auch Wasser von einem Pinsel entfernen kannst. Auch Küchentücher aus Papier überzeugen hierbei mit einer beeindruckenden Saugfähigkeit. Schließlich lassen sich auch größere Mengen an Flüssigkeit mit Papierküchentüchern bei Bedarf relativ schnell und problemlos von einem Aquarellbild abtupfen. Du kannst Tücher aus Papier oder Stoff aber nicht nur für Korrekturen, sondern auch für die Erzeugung bewusster Effekte einsetzen.

 

 

 

Anleitung: Schritt für Schritt erste eigene Aquarell Bilder malen

 

Die Vorbereitung der benötigten Materialien

Zunächst einmal solltest du unterschiedliche Farbabstufungen der von dir verwendeten Farbtöne anmischen, zum Beispiel die üblichen Grundfarben und zusätzlich Pink. Merke dir, dass die Farbe stets umso durchscheinender und blasser wird, je stärker du sie beim Mischen mit Wasser verdünnst.

Bevor du aber loslegst, solltest du die Konsistenz deiner Farben in Bezug auf deren Verdünnung und den Pinselauftrag auf dem von dir für das Projekt verwendeten Papier ausprobieren. Hierbei brauchst du für die Pinselreinigung und die Benetzung des Maluntergrunds zwei Gläser mit sauberem Wasser und ein saugfähiges Tuch wie beispielsweise eine Küchenrolle.

 

Den Maluntergrund vorbereiten und die erste Farbschicht auftragen

Das Malen toller Aquarell Bilder wird dir bedeutend leichter fallen, wenn du das geplante Motiv zunächst auf dem Aquarellpapier vorskizzierst. Dabei solltest du dezent markieren, wo genau bestimmte Farbflächen und auch Aussparungen platziert werden sollen.

Im Anschluss daran nimmst du einen Flachpinsel zur Hand, um das Papier möglichst gleichmäßig mit sauberem Wasser zu benetzen. Im nächsten Schritt werden dann mit einem relativ großen Pinsel die drei Hauptfarben des Bilds in jeweils sehr flüssigen Mischvarianten auf den nassen Untergrund aufgebracht. Diesen Schritt bezeichnet man auch als lavierenden Farbauftrag. Er sorgt für vergleichsweise weiche Übergänge zwischen den einzelnen Farben. Diese erste Farbschicht trocknet in der Regel relativ schnell.

aquarell-malen-anleitung

 

Verschiedene Farbtöne durch Überlagerungen mischen

Wenn die erste Farbschicht erst einmal getrocknet ist, können etwas dunklere und deckendere Farbschichten (mit geringerem Wasseranteil) dem geplanten Bildmotiv entsprechend stellenweise direkt auf den vorhandenen Farbflächen aufgetragen werden. Du wirst feststellen, dass die Farben an den Stellen besonders kräftig erscheinen, an denen sich verschiedene Farben übereinander legen oder auf sehr kleinem Raum konzentriert sind.

Du kannst diesen Arbeitsschritt nun theoretisch beliebig oft wiederholen, um so zum Beispiel detailreiche Blütenblätter zu malen. Besonders weiche Übergänge erhältst du, wenn du die neue Farbe aufträgst, solange die vorher aufgetragene Farbe noch leicht feucht ist. Du kannst die Farben aber auch zwischendurch trocknen lassen, um möglichst scharfe Kanten zwischen den einzelnen Farbflächen zu erhalten.

 

Aquarell Bilder mit zusätzlichen Konturen und Farbeffekten akzentuieren

Für die Fertigstellung eines Aquarellbilds kann das Farbpigment mit etwas Wasser abgelöst werden. Du kannst überschüssige Farbe einfach mit einem Küchentuch aus saugfähigem Papier abtupfen. Wenn das Papier dann anschließend ausreichend getrocknet ist, kannst du mit den entsprechenden Hilfsmitteln bewusste Linien in das Motiv einfügen und mit Blatträndern oder Blütenherzen farblich besonders aus dem Gesamtbild heraustretende Akzente setzen.

 

 

Die verschiedenen Techniken der Aquarellmalerei

Wir möchten dir an dieser Stelle die beiden Hauptmaltechniken vorstellen, die beim Malen professioneller Aquarell Bilder Verwendung finden: Diese bezeichnet man als das Lavieren und das Lasieren. Bei beiden Techniken geht es in gewisser Weise gleichermaßen darum, die besonderen Eigenschaften des Wassers für die kreative Bildgestaltung zu nutzen. Als Lavieren bezeichnet man die Aquarelltechnik, bei der Farben trotz der relativ geringen Trocknungszeit «Nass in Nass» aufgetragen werden. Demgegenüber wird beim beim sogenannten Lasieren die nächste Farbschicht erst aufgetragen, wenn die vorhergehende Schicht bereits relativ gut getrocknet ist. Eine dritte mögliche Maltechnik beim Aquarell malen wäre das Granulieren, diese möchten wir dir aber an späterer Stelle vorstellen.

 

So geht das Lasieren beim Aquarell malen

Wie schon beschrieben, muss beim Lasieren jeweils gewartet werden, bis eine Farbschicht auf dem Maluntergrund getrocknet ist. Das ist ohnehin in den meisten Fällen bereits nach wenigen Minuten der Fall. Mit einer einzelnen Farbschicht lassen sich durchaus strahlende Farben erzeugen. Allerdings fügst du deinem Bild durch das Lasieren eine weitere Farbschicht und damit auch eine weitere Gestaltungsdimension hinzu. Insbesondere unterschiedlich helle und dunkle Farbabstufungen lassen sich mit dieser Technik sehr wirksam erzeugen. Du musst aber darauf achten, die zusätzliche Farbschicht beim Lasieren möglichst rasch aufzutragen. Sonst könnte es passieren, dass sich die untere Farbschicht durch die Feuchtigkeit der neuen Farbschicht wieder ablöst. Das Lasieren ist eine der grundlegenden und prägenden Techniken der gesamten Aquarellmalerei.

aquarell technik

 

Die Technik des Lavierens

Während beim Lasieren erst die jeweilige Trocknungszeit abgewartet werden muss, wird diese beim Lavieren aktiv zum Weitermalen genutzt. Wenn eine Schicht der mit Wasser verdünnten Aquarellfarben auf das Papier aufgetragen wurde, beginnt eine meistens nur wenige Minuten andauernde Trocknungszeit. Während die Farbe aber noch feucht ist, kannst du mit der Technik des Lavierens einfach in die immer noch feuchte Farbe auf dem Maluntergrund hineinmalen. Der besondere Sinn und Zweck dahinter ist, dass sich die verschiedenen Farbaufträge vermischen und ineinander laufen können. Die Vermischung der verschiedenen Farben erfolgt umso gleichmäßiger, je flüssiger die Farben beim Farbauftrag sind. Dabei ist aber auch essenziell, dass du mit der zweiten Farbschicht stets innerhalb des zuvor bereits ausgemalten und damit bereits angefeuchteten Papierbereichs bleibst. Diese Maltechnik wird verwendet, um Flächen und Strukturen aus fließend ineinander greifenden Farben zu erzeugen. Die Fließrichtung der noch feuchten Farbe kann beim Lavieren nicht nur mit einem Pinsel, sondern auch mit kreativ verwendeten Hilfsmitteln wie einem Bohrlochausbläser oder einem Strohhalm beeinflusst werden.

Das Lavieren kann als Maltechnik für Aquarelle auch genutzt werden, um in ein und demselben Farbton einen Farbverlauf von deckend hin zu transparent zu realisieren. Allerdings ist die sogenannte Verlaufstechnik durchaus relativ anspruchsvoll und erfordert etwas Übung. Der ausgewählte Bereich wird dabei mit Wasser benetzt, bevor an einer Seite etwas Aquarellfarbe aufgetragen wird. Dann wird die Farbe mit einem Fächerpinsel von einer zur anderen Seite quer durch den angefeuchteten Bereich des Maluntergrunds gezogen. Falls dabei überschüssige Farbe anfallen sollte, kann diese mit einem Stück Küchenpapier unkompliziert aufgesaugt werden.

aquarellmalerei für anfänger

 

Spezialtechnik der Aquarellmalerei: das sogenannte Granulieren

Die Maltechnik des sogenannten Granulierens ist eine Spezialtechnik der Aquarellmalerei, dir nur für die Erzielung ganz bestimmter Effekte und Akzentuierungen zum Einsatz kommt. Das Besondere an dieser Maltechnik ist, dass die Oberflächenstruktur des verwendeten Papiers für Zwecke der Farbgestaltung genutzt wird. Die Farbe darf beim Granulieren nämlich nicht in die Vertiefungen der strukturierten Papieroberfläche eindringen. Folglich bleiben alle Vertiefungen beim Granulieren möglichst farbfrei, während die erhöhten Bereiche der Papieroberfläche mit Farbe angemalt werden.

Besonders reizvoll ist der optische Effekt durch das Granulieren, wenn damit Mauern effektvoll in Szene gesetzt werden. Du machst dir also die Struktur des Papiers zunutze, um damit die Maueroptik ästhetisch zu betonen. Das Granulieren eignet sich aber auch für die Gestaltung von Wasseroberflächen mit angedeuteten Lichtreflektionen.

Als Grundvoraussetzung für erfolgreiches Granulieren musst du Papier verwenden, dessen Oberfläche ausreichend stark strukturiert ist. Du tränkst für das Granulieren einen Rundpinsel mit Farbe und ziehst diesen ausgesprochen flach über das Papier. Achte darauf, dass du dabei nur sehr wenig Druck ausübst. Mit etwas Übung sollte es dir gelingen, dass die tieferen Bereiche der Papieroberfläche weiß bleiben, während die höherliegenden Bereiche mit Farbe getränkt werden.

aquarell textur

 

Herausforderung für kreative Köpfe: Nass in Nass malen

Die wohl insgesamt am meisten verwendete Technik bei der Aquarellmalerei ist das Nass in Nass malen. Dabei stellt die Kontrolle des Farbverlaufs eine sehr große Herausforderung dar, da die Farben rasch auf ungewollten Wegen ineinander laufen können. Es ist aber auch genau diese kreative Unkontrollierbarkeit, die das Malen von Aquarell Bildern zu einer derart interessanten und kreativen Beschäftigung macht. Spontan entstehende Farbverläufe stimulieren bei vielen Künstlern auf angenehme Art und Weise die kreative Vorstellungskraft. Mit etwas Übung kannst du ungeplant entstandene Formen aufgreifen und diese als akzentuiert wahrnehmbare Bildelemente aus dem Gesamtgefüge der Farben und Formen herausarbeiten. Mit jedem Plus an Erfahrung auf dem Gebiet der Aquarellmalerei wirst du aber auch lernen, wie sich der Farbverlauf möglichst planbar beeinflussen und steuern lässt. Der Weg bis zu dieser Meisterschaft der Aquarelltechnik ist allerdings lang und steinig.

Wenn du mit der Nass in Nass Methode Aquarelle malen willst, musst du die dafür vorgesehene Fläche erst einmal mit einem Pinsel oder Schwamm anfeuchten. Zu nass darf der Untergrund aber auch nicht werden, es sollen also keine Wasserpfützen entstehen. Es ist völlig ausreichend, wenn die Oberfläche überall so feucht ist, dass sie im Licht glänzt. Wenn du doch einmal zu viel Wasser erwischt haben solltest, kannst du überschüssiges Wasser einfach rasch mit einem Stück Küchenpapier abtupfen.

Wie sehr die Farben verlaufen, hängt nicht zuletzt davon ab, wie lange du im jeweiligen Fall mit dem Farbauftrag wartest. Außerdem verläuft die Farbe umso mehr, je nasser das Papier ist. Die Verlaufsrichtung kannst du bis zu einem gewissen Grad dadurch beeinflussen, dass du das Papier in bestimmten Neigungswinkeln und Richtungen hin und her schwenkst. Entweder verdünnst du deine Farben auch bei dieser Methode erst noch mit Wasser, oder du nimmst sie direkt im Originalzustand aus der Tube oder aus dem Napf. Verdünnte Farben wirken natürlich zarter und weniger intensiv als unverdünnte Farben. Mit einem großen Pinsel werden die Farben auf den angefeuchteten Untergrund aufgetupft oder verstrichen. Es gibt aber auch die Möglichkeit, Farben in einem kleinen Schälchen anzumischen und diese dann regelrecht auf das Aquarellpapier zu schütten. Es ist durchaus interessant, welch eigenartige und relativ unvorhersehbare Formen beim Verlaufen verschiedener Farben ineinander entstehen können. Die Farben laufen insbesondere dann sehr fließend und unstrukturiert ineinander, wenn die Fläche zuvor sehr stark angefeuchtet wurde.

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Eine weitere Gestaltungsmethode sieht so aus, dass man in eine auf trockenem Papier angelegte, nasse Farbschicht zusätzliche Farbe als farblichen Kontrast hineinfließen lässt. Allerdings musst du bei dieser Methode darauf achten, dass manche Pigmente eine gewisse physische Dominanz ausüben und andere Farben damit manchmal erstaunlich stark verdrängen können. Mit zunehmender Erfahrung beim praktischen Aquarelle malen wirst du aber immer besser im Voraus abschätzen können, wie sich die von dir verwendeten Farben zueinander verhalten.

Für das Üben dieser Technik bei der Aquarellmalerei für Anfänger lässt du die Farbe einfach erst einmal entspannt in unterschiedliche nasse Flächen einfließen. Du entwickelst so in der Regel ziemlich rasch ein gutes Gefühl dafür, wie schwach oder stark du für bestimmte Effekte das Papier anfeuchten musst.

Bereite ein sauberes Blatt Aquarellpapier vor und feuchte dieses etwas an. Dann solltest du es zunächst einmal ungefähr eine halbe Minute lang trocknen lassen. Danach kannst du einige Tropfen deiner Farbe direkt in die feuchte Fläche eintropfen lassen und davon ausgehend mit einem Pinsel einige Linien malen. Achte nun genau darauf, wie die Farbe auf deinem Blatt verläuft und in bestimmte Richtungen fließt. Beim Experimentieren kannst du nun die Zeitspanne variieren, in welcher du die Farbe auf das angefeuchtete Papier aufträgst. So findest du nach und nach mit immer genauerer Vorhersehbarkeit zu der für deine Arbeitsweise optimalen Methodik.

 

Aquarelle mit der Tupftechnik gestalten

Wenn du ein Aquarell malen möchtest, das Naturlandschaften mit Bäumen oder Sträuchern zeigt, solltest du dich unbedingt auch mit der richtigen Vorgangsweise bei der sogenannten Tupftechnik vertraut machen. Dafür solltest du auf deiner Farbpalette zunächst einmal etwas hellgrüne Farbe anrühren. Hierfür solltest du besser etwas mehr Farbe und nur relativ wenig Wasser verwenden, damit du eine relativ dickflüssige Farbmischung erhältst. Nun nimmst du einen trockenen Schwamm zur Hand, ein Naturschwamm mit eher grobporiger Struktur ist dafür besonders gut geeignet. Mit diesem tupfst du erst in die Farbe und dann mit ausgeprägtem Feingefühl auf das zuvor vorbereitete Aquarellpapier. So kannst du sehr rasch und durchaus unaufwendig die typischen Strukturen von realistisch wirkenden Baumkronen erzeugen. Sobald du die hellgrüne Farbe auf dein Aquarell aufgetupft hast, nutzt du deren Trocknungszeit, um die hellgrüne Farbe auf der Palette durch das Hinzufügen blauer Farbe in ein etwas dunkleres Grün umzufärben. Dann nimmst du auch diese Farbe mit deinem Schwamm auf und tupfst diese an einigen Stellen der von dir gestalteten Baumkronen auf das Papier auf. Diese Farbabstufung kannst du in der Folge nach eigenem Empfinden beliebig oft wiederholen. Nach und nach entsteht so eine Baumkronenstruktur, die aufgrund der verschiedenen Helligkeitsstufen als Darstellungsmittel für vom Licht beschienene und schattige Bereiche besonders plastisch und realistisch wirkt. Mit jeder weiteren Farbabstufung kann dein Baum auf dem Papier optisch an wahrnehmbarer Tiefe gewinnen.

Erst wenn die Baumkronen selbst fertig gestaltet sind, werden in deren Strukturen noch Zweige und Stämme hineingemalt. Dies gelingt dir besonders naturnah, wenn du den Stamm nicht wie auf einem Kinderbild absolut durchgängig aufmalst. Schließlich ist ein Baumstamm in der Natur auch nur selten komplett sichtbar, sondern vielmehr teilweise von Ästen mit Blattgrün verdeckt. Um hierfür die optimale Vorgangsweise zu finden, empfiehlt sich ein Spaziergang in der Natur oder im Garten. Wenn du dir die Bäume in der Natur mit dem entsprechenden Bewusstsein für ihren Aufbau genau ansiehst, wird dir die Anordnung des Stamms, der Äste und der Schattenpartien beim Aquarell malen gleich viel leichter fallen. Natürlich gilt die Sache mit den verdeckten Stammpartien nur bei sommerlich belaubten Bäumen. Willst du beim Aquarell malen lernen dagegen winterliche Motive abbilden, können natürlich auch alle Bereiche des Stamms, der Äste und der Zweige sichtbar sein.

Alternativ zu einem Naturschwamm kannst du für das Ausprobieren der Tupftechnik auch einen relativ harten Borstenpinsel verwenden, der vielleicht ohnehin schon ziemlich ausgeleiert ist und dessen Borsten sich nicht mehr so stramm aneinander anlegen. Achte aber in jedem Fall darauf, die Farbe für die Tupftechnik möglichst dickflüssig mit nur wenig Wasser anzumischen oder sie überhaupt in purer Form zu verwenden.

 

Die raffinierten Effekte der Negativtechnik

Hinter dem Begriff der sogenannten Negativtechnik verbirgt sich beim Aquarelle malen die Vorgangsweise, bestimmte Bereiche des grundsätzlichen weißen Aquarellpapiers beim Malen als helle Bildbereiche frei zu lassen. In der Regel wird das so ausgeführt, dass die hellen Bereiche als Konturen für ein mit Bleistift vorgezeichnetes oder auch nur vorgestelltes Objekt dienen. Die meisten Aquarellkünstler gestalten dafür erst einmal eine Farbfläche nach der Technik Nass in Nass in relativ zarten Farben. Wenn diese getrocknet ist, kann mit der Technik Nass auf Trocken ein ausgewähltes Motiv gesondert hervorgehoben werden. Als Negativtechnik bezeichnet man es dann, wenn ein Objekt dadurch als heller wahrgenommen wird, weil die um das Objekt herum gestalteten Farbflächen in dunkleren Farbtönen gestaltet sind. Manchmal passiert es beim Aquarelle malen auch ganz zufällig, dass Negativobjekte entstehen und für eine außergewöhnliche optische Wirkung sorgen. Mit zunehmendem Geschick auf dem Gebiet der Aquarellmalerei kannst du auch mehrere Negativschichten übereinander gestalten, sodass ein optischer Effekt in Richtung einer 3D-Wirkung entsteht. Weil dabei aber immer «umgekehrt» herum gedacht werden muss, verlangt die Technik einem Aquarellkünstler durchaus etwas Geschick und Übung ab.

aquarell zeichnen

 

Aquarelle mit der Auswaschtechnik gestalten

Wenn du die sogenannte Auswaschtechnik für deine eigenen Aquarelle nutzen möchtest, legst du erst einmal eine Fläche in einer von dir ausgewählten Farbe an. Dann nimmst du einen noch trockenen und auch sauberen Pinsel zur Hand, um damit die Farbe an einigen Stellen wieder vom Papier abzuheben. Wenn die Farbe nun noch sehr nass sein sollte, wird sie an den bearbeiteten Stellen vermutlich manchmal aus den angrenzenden Bildbereichen nachlaufen. Dann musst du das Abheben der Farbe mit dem Pinsel an der jeweiligen Stelle einfach einige Male wiederholen.

Alternativ dazu kannst du die Farbe aber auch erst einmal auf dem Papier trocknen lassen und diese erst dann wieder herauswaschen. Allerdings erfordert diese Vorgangsweise wesentlich mehr Geschick als das Abheben der noch nassen Farbe. Du benötigst dafür einen nassen Pinsel, mit dem die Farbe an den gewünschten Stellen angelöst wird. Während manche Aquarellpapiersorten wie kaltgepresstes und eher feinkörniges Papier sich durchaus gut für die Auswaschtechnik eignen, ist deren Anwendung auf anderen Papiersorten (zum Beispiel solchen mit Satinierung oder handeschöpften Papiersorten ohne Oberflächenleimung) fast gar nicht zu verwirklichen.

Dir sollte aber in jedem Fall klar sein, dass sich der originale Weißton des verwendeten Papiers durch das Ablösen von Farbe mit der Auswaschtechnik nur annähernd und niemals in seiner originalen Helligkeit wiederherstellen lässt. Außerdem lassen sich manche Pigmente besser ablösen und manche schlechter, dies solltest du einfach durch deine eigenen Versuche herausfinden.

aquarell für anfänger

 

Mit Strukturpaste dreidimensionale Objekte auf deinem Maluntergrund erzeugen

Strukturpaste ist ein perfekt geeignetes Hilfsmittel, wenn du deine Aquarelle mit besonders effektvollen, dreidimensionalen Strukturerhebungen versehen willst. In der Regel ist Strukturpaste im Handel in den beiden Sorten Grobkorn und Feinkorn erhältlich. Relativ glatte Strukturen wie plastisch ausgeformte Blütenblätter kannst du gut aus Feinkorn entstehen lassen. Das Grobkorn ist dafür optimal für die Darstellung von Strandszenen geeignet. Du kannst damit aber zum Beispiel auch von dir gemalte Baumrinde viel realistischer erscheinen lassen. Die Anwendung ist relativ unkompliziert: Du trägst die Strukturpaste einfach mit einem geeigneten Künstlerspachtel an der von dir auserkorenen Stelle auf das Aquarellpapier oder die Leinwand auf. Dann musst du sie erst einmal trocknen lassen. In manchen Fällen lässt sich die dreidimensionale Optik aber noch steigern, indem Materialien wie kleine Muscheln oder Sandkörner noch vor dem Trocknen in die Oberfläche der Strukturpaste eingestreut werden. Auch kleine Glasperlen in passenden Farben sind für diesen Zweck gut geeignet.

Ist die Strukturpaste dann erst einmal vollständig durchgetrocknet, kann sie mit Aquarellfarbe gut übermalt werden. Das Trocknen kann bei relativ dickem Auftrag durchaus eine ganze Nacht lang dauern. Eine Schwierigkeit beim Bemalen der Strukturpaste ist der Umstand, dass die Farbe darauf nicht ganz optimal hält und schon durch das Berühren mit feuchten Händen teilweise abgelöst werden kann. Du solltest dein fertiges Aquarell deshalb besonders bei der Nutzung von Strukturpaste mit einem sogenannten Aquarellfixierspray überziehen. Auch die Rahmung von Aquarellen mit Strukturpaste hinter Glas ist ziemlich problematisch. Folglich eignet sich Aquarellpapier nicht unbedingt gut als Malgrund für Bilder mit einem Anteil an Strukturpaste. Wir empfehlen dir stattdessen eher, eine Leinwand mit speziellem Aqua-Grund zu grundieren. Du kannst aber auch Aquaboards oder Holzpaletten für deine Aquarelle mit Strukturpaste benutzen. Eine weitere Möglichkeit wäre, das verwendete Aquarellpapier zum Aufhängen auf eine Leinwand zu kleben. Dies bezeichnet man auch als Kaschieren. Nicht hinter Glas aufbewahrte Aquarelle sollten allerdings grundsätzlich mit einem Fixativ behandelt sein, damit deren Farben dauerhaft geschützt sind.

 

Schnell und effektiv: die Spritztechnik

Für die Spritztechnik solltest du von einer Farbe deiner Wahl größere Mengen mit einem relativ hohen Wasseranteil anmischen. Dann nimmst du eine alte Zahnbürste zur Hand, die du in diese Farbe eintauchst. Durch gezieltes Überstreichen der Borsten mit dem Daumen lässt du die Farbe auf das Papier spritzen. Statt einer alten Zahnbürste kann dafür auch ein relativ dicker Borstenpinsel genutzt werden. Wenn du deinen Daumen nicht mit der Farbe in Berührung kommen lassen willst, kannst du auch einen Pinsel in Farbe tränken und dann mit den Fingern auf dessen Stiel klopfen. Bei letzterer Technik entstehen etwas ungleichmäßigere und grobere Farbspritzer, diese sind aber in jedem Fall optisch sehr effektvoll.

Es hängt ziemlich stark von der Konsistenz der von dir verwendeten Farbe ab, wie genau die Farbspritzer auf dem Maluntergrund letztlich aussehen. Auch die Verwendung von bestimmten Borstenpinseln, anderen Pinseln oder einer Zahnbürste haben Einfluss darauf, wie groß die einzelnen Farbspritzer sind und wie deren Form beschaffen ist. Bei der Farbauswahl solltest du besonders dann aufpassen, wenn du die Farbspritzer in einem vorher schon eingefärbten Bildbereich aufbringen möchtest. Um die Spritzer optisch auch wirklich vom Untergrund unterscheiden zu können, sollte deren Farbe entweder dunkler als die Umgebungsfarbe oder zumindest undurchlässig (opak) sein.

 

Die rabiate Variante: Aquarell Bilder mit Auskratztechnik

Für die Anwendung der sogenannten Auskratztechnik benötigst du spitze oder scharfe Gegenstände als Hilfsmittel. Mit diesen werden in die fertig gemalten und getrockneten Aquarelle bestimmte Details eingefügt. So können zum Beispiel Rasiermesser oder Skalpelle genutzt werden, um die Konturen von Ästen in ein farblich fertig gestaltetes Bild einzuritzen. Allerdings ist bei dieser Technik stets höchste Vorsicht geboten, da bei zu starkem Druck schnell einmal einzelne Bildbereiche durchgeschnitten oder kleine Papierfetzen herausgerissen werden können. Mit dem Ritzen im Sinne der Auskratztechnik wird immer erst begonnen, wenn ein Bild an sich schon fertig gemalt und getrocknet ist. Über die einmal geritzten Stellen kann später nämlich nicht mehr normal lasiert werden, ohne dass dabei unattraktive Effekte entstehen.

 

Mit Salz besondere Farbstrukturen erzeugen

Bei der Strukturgestaltung mit Salz wird erst einmal eine bestimmte Fläche Nass in Nass gemalt. Dafür kannst du wahlweise eine oder mehrere verschiedene Farben verwenden. Auf einen Teilbereich dieser mit Farbe bemalten Fläche streust du dann grobes Meersalz oder feines Steinsalz und wartest anschließend für einige Minuten ab. Auf den restlichen Bereich, in dem die Farbe nun schon etwas angetrocknet ist, wird nun ebenfalls Salz gestreut. Dann lässt du das Bild insgesamt erst einmal gut trocknen. Wenn das Papier dann schließlich vollständig getrocknet ist, können die Salzkörner entweder vorsichtig mit der Hand oder auch einfach mit einem Borstenpinsel abgenommen werden.

Es zeigen sich hierbei spezielle Farbstrukturen. Diese unterschieden sich danach, ob das Papier an einer bestimmten Stelle im Zeitpunkt des Salzauftrags nasser war als an anderen Stellen. Der Effekt beruht darauf, dass Salz Feuchtigkeit binden kann und deshalb auch das in der Farbe gebundene Wasser anziehen kann. Um jedes einzelne Salzkorn herum entstehen deshalb interessant ausgefranste Farbstrukturen, deren Größe vom Feuchtigkeitsgrad des Papiers und der Größe der verwendeten Salzkörner abhängt. Arbeitest du mit dem Salz auf einem relativ trockenen Maluntergrund, so werden sich aufgrund des geringeren Wassergehalts eher kleine Strukturen bilden.

 

Eindrucksvolle Landschaften als Aquarell Bilder malen

Mit der Aquarellmalerei lassen sich absolut beeindruckende Landschaftsbilder gestalten. Allerdings kann es dabei sehr hilfreich sein, wenn du zunächst einmal eine ungefähre Skizze der von dir geplanten Landschaft anlegst. So kannst du den Plan deiner bildlichen Komposition erst einmal kreativ entwickeln und bei Bedarf auch daran herumradieren und mögliche Fehler korrigieren. Das Aquarellpapier ist mit seiner rauen Oberflächenstruktur aber nicht sehr gut für das Anlegen einer Bleistiftskizze geeignet. Außerdem würden später vielleicht unschöne Spuren der Skizze darauf sichtbar bleiben. Deshalb solltest du die Skizze besser erst einmal auf einem separaten Blatt aus normalem Zeichenpapier anlegen. Wenn du dann schließlich mit deiner Skizze zufrieden bist, kannst du ein Raster benutzen, um diese in ihrer grundlegenden Struktur dezent angedeutet auf dein Aquarellpapier abzupausen.

 

 

E-Books und Lernbücher über die Aquarellmalerei und ihre Techniken

Beim Einstieg in die Aquarellmalerei oder für die konsequente Weiterbildung können Bücher und E-Books eine große Hilfe sein. Schließlich bestimmst du damit im Gegensatz zu einem Malkurs mit physischer Präsenz selbst, wann und wie lange du dich jeweils der Aquarellmalerei widmen willst. In vielen Fällen kannst du für relativ wenig Geld Literatur mit umfangreichen Tipps und Tricks erhalten und bestimmte Maltechniken bei Bedarf später jederzeit wieder nachschlagen. Die folgenden Lernbücher über die Aquarellmalerei können wir dir empfehlen:

[Lernbücher folgen]

 

 

 

Häufige Fragen und Antworten zur Aquarellmalerei

 

Wie hat sich die Aquarellmalerei als eigene Kunstform entwickelt?

Laut historischen Forschungen geht die Aquarellmalerei auf Maler wie Albrecht Dürer zurück, die um das Jahr 1500 herum zum ersten Mal mit Maltechniken dieser Art experimentierten. Allerdings waren Aquarelle damals erst einmal nur die einfacher und schneller gestaltbaren Entwürfe, auf deren Basis dann in der Folge bedeutende Ölgemälde entstehen sollten. Im 18. Jahrhundert steigerte sich die Anerkennung für die Aquarellmalerei deutlich und bedeutende Künstler wie Emil Nolde, Christian Modersohn, William Turner und Paul Cézanne gestalteten wichtige Kunstwerke mit der Aquarelltechnik. Seit dieser Zeit ist die Aquarellmalerei aus der Kunstwelt nicht mehr wegzudenken.

aquarell blumen

 

 

Wie lässt sich das Aquarell malen lernen?

Mehr als bei manchen anderen Maltechniken ist es für das Aquarelle malen wichtig, ein relativ gutes Auge für Formen und Proportionen zu haben. Es schadet daher absolut nicht, wenn du dir vorher schon einmal etwas Übung im Zeichnen aneignest. Vergleichbar zu vielen anderen Maltechniken ist auch bei der Aquarellmalerei der Grundsatz richtig, dass sich diese Kunstform nur mit einem gewissen Maß an Disziplin und Geduld vervollkommnen lässt. Je mehr du selbst übst, desto schneller wirst du deinen eigenen Malstil bei der Aquarellmalerei entwickeln und dich über bedeutende Fortschritte freuen können. Im Internet findest du nicht nur diverse Lernbücher über die Aquarellmalerei für Anfänger, sondern auch diverse Online-Kurse und E-Books, die sowohl für den Einstieg in dieses Hobby, als auch für die Weiterbildung von Fortgeschrittenen sehr hilfreich sein können.

 

Welche Aquarellfarben sollte man bei der Aquarellmalerei für Anfänger verwenden?

Wenn du das Aquarelle malen erst einmal ausprobieren möchtest, kannst du dafür zunächst ruhig auch preisgünstige Wasserfarben verwenden. Diese sind für den Anfang in der Regel ausreichend, da sie ohnehin auch meistens eine ganz gute Farbdichte bieten. Wenn du bei der Aquarellmalerei für Anfänger aber bereits erste Erfolge erleben und Erfahrungen sammeln konntest, kann sich die Investition in höherwertige Aquarellfarben durchaus lohnen. Diese verleihen deinen Kunstwerken eine besondere Strahlkraft und können den ästhetischen Ausdruck der Bildmotive durchaus erheblich verbessern.

 

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